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Eine Einführung, in eine Wissenschaftsrichtung zu geben, ist keine leichte Aufgabe,
aber dennoch möchte ich hier den Versuch wagen, dem gerecht zu werden. Gerade in
einem so schwierigen Unterfangen die Entwicklung und die Hauptgedanken eines
Ansatzes darzulegen, wird deutlich, wie wenig wir doch eigentlich von dem begreifen
oder verstehen können, was und warum etwas geschehen konnte (und kann). So bleibt
bei jedem Versuch der Nachzeichnung einer Vergangenheit auch immer ein bitterer
Beigeschmack, der einem klarmacht - wie es Graumann (1992) ausdrückte -, daß es
sich lediglich um einen Versuch - um eine Konstruktion - handelt, als um eine
wahre Historiometrie des Geschehenen. In diesem Sinne sind auch die folgenden
Ausführungen zu bewerten. Ich bin mir vollkommen klar darüber, daß es sich nur
um einen Bruchteil der Faktoren handelt, die zum Entstehen der Humanistischen
Psychologie beitrugen. Jedoch hoffe ich, daß die folgende Darstellung den Wurzeln
und den Gedanken der Humanistischen Psychologie gerecht wird.
Zunächst werde ich mich mit den älteren Wurzeln der Humanistischen Psychologie
befassen. Hierzu zählen vor allem der Existenzialismus, die humanistischen Denker
und die Gestaltpsychologie. Dem schließt sich eine Darstellung der weiteren
psychologischen Grundrichtungen (Psychoanalyse, Behaviorismus) an, um im folgenden
die Unterschiede zur Humanistischen Psychologie herausstellen zu können.
Letztendlich werde ich die Hauptgedanken und die kurze Geschichte der
Humanistischen Psychologie mit einem ihrer Vertreter Carl R. Rogers und
seiner klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie behandeln.
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